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Dubrovniks Stadtmauern: der vollständige Leitfaden zum Begehen

Dubrovniks Stadtmauern: der vollständige Leitfaden zum Begehen

Wie lange dauert das Begehen der Stadtmauern Dubrovnik?

Die vollständige 2-km-Runde dauert bei einem Besichtigungstempo mit Fotopausen 60–90 Minuten. Im Hochsommer mit Gedränge 2 Stunden einplanen. Die Route ist Einweg (gegen den Uhrzeigersinn), und es gibt wenige Möglichkeiten, den Spaziergang nach dem Start abzukürzen.

Der Spaziergang, der Dubrovnik definiert

Die Stadtmauern Dubrovniks zu begehen ist objektiv das Beste, was man hier tun kann. Zwei Kilometer mittelalterliche Befestigungsanlagen umschließen die gesamte Altstadt; von oben hat man gleichzeitig Blicke auf Terrakotta-Dächer, die Adria, die vorgelagerten Inseln und die Kalksteinberge dahinter. Keine Postkarte tut ihr Recht.

Die Mauern entwickeln sich seit dem 8. Jahrhundert, und ihre aktuelle Form — mit Bastionen, Türmen, Gräben und einer Außenmauer — erreichten sie hauptsächlich im 15. und 16. Jahrhundert. Sie hielten osmanischen Angriffen stand, überstanden das Erdbeben von 1667 und überlebten die Belagerung von 1991–92 trotz erheblicher Schäden. Sie sind heute eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Befestigungssysteme der Welt und der Grund, weshalb Dubrovnik 1979 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde.

Dieser Leitfaden deckt alles ab, was man für die Planung des Spaziergangs braucht, von Ticketpreisen bis zur Menschenmassen-Strategie bis hin zu dem, was an jedem Hauptpunkt zu sehen ist.

Die Mauern: Grundfakten

  • Gesamtlänge: 1.940 Meter (ungefähr 2 km)
  • Höhe: Bis zu 25 m auf der seewärtigen (Süd-)Seite; niedriger auf der landwärtigen (Nord-)Seite
  • Breite: Bis zu 6 m in den breitesten Abschnitten
  • Türme: 3 runde und 12 quadratische Türme plus 4 externe Festungen
  • Richtung: Einweg, gegen den Uhrzeigersinn (oben nur von West nach Ost gehen)
  • Einstiegspunkte: Pile-Tor (Haupt-, Westen) und Ploče-Tor (Osten)

Ticket-Optionen und Preise (2025)

Einzelticket: 35 Euro pro Person. Tickets werden am Pile-Tor-Schalter (gleich innerhalb des Tors rechts) oder am Ploče-Tor-Schalter gekauft.

Dubrovnik Pass: Ungefähr 35 Euro für einen Tages-Pass, der die Stadtmauern plus Eintritt zum Rektorenpalast, der Revelin-Festung und anderen Museen sowie unbegrenzte Busfahrten beinhaltet. Wenn man die Mauern und zwei oder mehr Museen besuchen möchte, zahlt sich der Pass typischerweise aus. Vollständige Analyse bei Dubrovnik Pass: lohnt er sich?

Geführte Touren: Geführte 2-stündige Stadtmauern-Spaziergänge beinhalten das Ticket und einen Guide, der die Geschichte jedes Turms und jeder Festung beim Gehen erklärt. Das Kleingruppenformat ( Kleingruppenführung auf den Mauern ) hält das Verhältnis handhabbar und ist in der Hochsaison vorzuziehen. Alternativ fügt die Mauern-und-Altstadt-Kombination nach der Runde einen geführten Altstadtspaziergang hinzu.

Sonnenuntergangs-Spaziergang: Die Sonnenuntergangs-Stadtmauern-Tour wird im Sommer speziell für das Abendlicht angeboten — der Blick vom westlichen Abschnitt mit der Sonne, die gegen Lovrijenac sinkt, ist außergewöhnlich. Hinweis: Die Mauern schließen offiziell im Sommer gegen 18:30 Uhr; Sonnenuntergangstouren sind entsprechend zeitlich abgestimmt.

Frühzugang: Einige Anbieter bieten Frühmorgen-Zugang vor der regulären 8-Uhr-Öffnung oder Prioritätszugang zur Vermeidung der Hauptwarteschlangen an.

Wie man die Runde geht: wichtige Haltepunkte

Beginnend am Pile-Tor (Westeingang) und gegen den Uhrzeigersinn:

Pile-Tor bis Minčeta-Turm (Nordwestabschnitt): Der erste Abschnitt steigt steil an der Nordmauer auf. Das ist der körperlich anspruchsvollste Abschnitt — Stufen sind steil und es gibt wenig Schatten. Man erreicht den Minčeta-Turm, den höchsten Punkt der Mauern (33 m über dem Meeresspiegel), mit Panoramablicken ins Landesinnere zu den Bergen, nördlich über die roten Dächer und westlich über das Meer in Richtung Lovrijenac. Hier rasten und sich Zeit lassen, bevor man absteigt.

Minčeta bis Revelin (Nordostabschnitt): Die Mauern steigen an der Nordseite ab, mit Blicken auf die Straßen und Gebäude der Altstadt darunter. Die Architektur der Nordmauern ist vielfältiger — man kann die verschiedenen Bauphasen im Mauerwerk sehen. An der Nordostecke ist das massive Fort Revelin knapp außerhalb der Mauern beim Ploče-Tor sichtbar.

Revelin/Ploče bis zur südlichen Seemauer (Ostabschnitt): Von der Ploče-Seite wenden sich die Mauern nach Süden und der seewärtige Abschnitt beginnt. Die Aussicht öffnet sich dramatisch auf die Adria. Insel Lokrum liegt direkt gegenüber, nur 600 m vom Ufer entfernt. Die Ostmauern blicken auch auf den Alten Hafen (Gradska Luka) darunter, von wo Fähren nach Lokrum und Cavtat abfahren.

Die südliche Seemauer (Südabschnitt): Der längste, flachste Abschnitt. Die Mauern fallen hier auf der Südseite beinahe senkrecht zum Meer — typischerweise 20–25 m über dem Wasser. Schwimmplattformen und Meeresniveau-Cafés sind am Fuß der Mauern sichtbar. An einem klaren Tag kann man die Elaphitischen Inseln im Nordwesten sehen. Ein Café auf den Mauern ungefähr in der Mitte des Südabschnitts (das “Café an den Mauern”) ist ein guter Rastplatz — überteuert, aber für die Lage unschlagbar.

Bokar-Turm und zurück zum Pile (Westabschnitt): Der Bokar-Turm an der südwestlichen Ecke ist einer der schönsten runden Türme der Runde — dicke Mauern, Blicke auf die Festung Lovrijenac auf ihrer gegenüberliegenden Seeklippe. Der Abschnitt zurück zum Pile-Tor schließt die Runde ab.

Ehrlicher Gedränge-Rat

Die Stadtmauern sind in Juli–August wirklich sehr voll, besonders zwischen 10 und 15 Uhr, wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe angelegt haben. Die Runde wird in den schlimmsten Abschnitten zu einem langsamen Schlendern; das Erlebnis leidet erheblich.

Die besten Strategien:

  • 8-Uhr-Start im Sommer — die Mauern sind in der ersten Stunde weitgehend leer
  • Kreuzfahrtschiff-Fahrplan prüfen — Apps und Websites verfolgen, welche Schiffe im Hafen sind; Tage mit drei großen Schiffen (je 3.000+ Passagiere) werden voll sein
  • Nebensaison (Oktober–Mai) — das Erlebnis ist unvergleichlich besser; kühles Wetter, wenige Menschenmengen, niedrigere Preise
  • Später Nachmittag — nach 16 Uhr sind die Kreuzfahrtpassagiere zu ihren Schiffen zurückgekehrt; das Licht ist ebenfalls besser für Fotografie

Der Leitfaden Beste Reisezeit für Dubrovnik behandelt saisonale Abwägungen ausführlich.

Was mitbringen

  • Bequeme Schuhe: Rutschfeste Sohlen unbedingt erforderlich. Der Kalkstein ist streckenweise glatt und poliert; unebene Stufen und enge Abschnitte erfordern Sorgfalt.
  • Wasser: Das Café auf den Mauern verlangt deutlich über Normalpreise. Eine Flasche am Großen Onofrio-Brunnen (kostenlos, sauberes Wasser) oder in der Unterkunft füllen.
  • Sonnenschutz: Die Südmauern sind vollständig exponiert. Im Juli–August ist die Hitze auf den Mauern intensiv.
  • Kamera: Offensichtlich, aber es ist erwähnenswert, dass eine Handykamera ausreicht — die Aussichten sind so gut, dass sie sich von selbst fotografieren.

Nach den Mauern

Die Stadtmauern-Runde entlässt einen zurück am Pile-Tor. Von dort setzt sich das Altstadtspazier-Itinerar logisch ostwärts entlang der Stradun fort. Wer noch energisch ist: Die Seilbahn hinauf zum Srđ-Berg gibt eine Luftperspektive auf die Mauern und die Altstadt, die die gerade gehabte Augenhöhen-Perspektive ergänzt.

Häufige Fragen zu den Stadtmauern Dubrovnik

Kann man die Stadtmauern von außen sehen, ohne zu bezahlen?

Ja — das Äußere der Mauern ist vollständig von außerhalb der Altstadt sichtbar, vom Meer aus (Seekajak rund um die Mauern ist eine beliebte Aktivität) und von der Festung Lovrijenac. Die Außenansichten unterscheiden sich von den Blicken beim Begehen der Spitze — man sieht die Mauernschwaden eher als das Dachpanorama.

Sind Kinder auf den Stadtmauern erlaubt?

Ja, aber die steilen Abschnitte und engen Passagen erfordern Beaufsichtigung. Es gibt keine Absperrungen zum Schutz vor Abstürzen in einigen Abschnitten. Kleine Kinder sollten in den steileren Teilen nahe dem Minčeta-Turm festgehalten werden.

Kann ich wieder auf die Mauern, wenn ich auf halbem Weg aussteige?

Nein. Sobald man die Mauernrunde verlässt, ist das Ticket verbraucht. Das Einwegsystem und die begrenzten Ausgangspunkte bedeuten, dass man die Runde vor dem Absteigen abschließen sollte. Beim Ploče-Tor-Bereich gibt es etwa auf halbem Weg einen Ausgangspunkt; wer dort aussteigt, kann nicht ohne Kauf eines neuen Tickets wieder eintreten.

Gibt es ein Kombiticket für die Mauern und Lovrijenac?

Ja — ein Kombimauern-und-Lovrijenac-Ticket ist erhältlich. Der Lovrijenac-Festung-Leitfaden erklärt, wie das funktioniert. Lovrijenac liegt 100 m außerhalb der Mauern beim Pile-Tor und ist ein natürlicher Zusatz.

Was ist der Unterschied zwischen Stadtmauer-Ticket und Dubrovnik Pass?

Das Stadtmauer-Ticket (35 Euro) deckt nur die Mauernrunde ab. Der Dubrovnik Pass (ungefähr 35 Euro für einen Tag) deckt die Mauern plus mehrere Museen und Bustransport ab. Für die meisten Besucher, die einen vollen Besichtigungstag planen, ist der Pass der bessere Wert.