Insel-Hopping von Dubrovnik in 5 Tagen: Elaphiten, Mljet und Korčula
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Von Dubrovniks Hafen zu drei außergewöhnlichen Inseln
Dieses Itinerar überspringt Dubrovniks Stadtmauern — die lassen sich am Ankunfts- oder Abreisetag besichtigen — und konzentriert sich vollständig auf die Inseln, die sich nordwestwärts in die Adria erstrecken. Die Elaphitischen Inseln sind die nächsten: drei kleine Inseln, von Gruž aus in maximal 45 Minuten per Fähre erreichbar. Mljet liegt 1 Stunde 45 Minuten per Katamaran entfernt, mit dem Nationalpark als Herzstück. Korčula ist am weitesten entfernt und am vollständigsten entwickelt als Reiseziel: eine mittelalterliche Stadtmauer-Stadt, Weinberge und der beste Pošip-Wein Kroatiens.
Fünf Tage reichen aus, jeder Insel gerecht zu werden, ohne zu hetzen. Die moderate Bewertung spiegelt die Fährlogistik wider — Verbindungen müssen geplant werden, und einige sind selten. Die Belohnung ist eine der schönsten Inselrouten im Mittelmeer.
Tag 1: die Elaphitischen Inseln — Lopud und Šipan
Morgens: Gruž nach Lopud
Die Jadrolinija-Fähre vom Hafen Gruž nach Lopud nehmen. Die Überfahrt dauert ca. 50 Minuten. Lopud ist die meistbesuchte der Elaphiten — eine autofreie Insel mit einem einzigen Hauptort, einem Kloster und mehreren Buchten.
Ganztages-Elaphiti-Bootsausflug ab Dubrovnik über alle drei Inseln mit Schwimmen und MittagessenWer lieber eine organisierte Einführung vor der eigenständigen Erkundung möchte: Der Ganztages-Elaphiti-Bootsausflug ab Dubrovnik ist eine gute Ersteinstiegsoption; der Führer gibt Kontext zur Inselgeschichte, und das Schwimmen und Fischpicknick-Erlebnis an Tag eins ist inklusive.
Šunj-Strand an Lopuds Ostküste ist einer der wenigen Sandstrände in der Region Dubrovnik — 20 Minuten zu Fuß vom Hafen durch die Insel. Den Weg lohnt es sich zu gehen.
Nachmittags: Šipan
Mit der Nachmittagsfähre von Lopud nach Šipan (der größten und ruhigsten der Elaphiten) fahren. Šipanska Luka, das Haupthafendorf, hat eine Handvoll ausgezeichneter Fischrestaurants und am späten Nachmittag fast keine Touristen. Die Sommerpaläste aus dem 16. Jahrhundert des ragusanischen Adels sind im Dorf sichtbar — Aristokraten nutzten Šipan als Rückzugsort vor der Stadt.
Auf Šipan übernachten für das authentischste Elaphiti-Erlebnis. Alternativ nach Dubrovnik zurückfahren und für Tag 2 zurückfahren.
Tag 2: Elaphiten nach Mljet
Morgens: die Elaphiten in langsamerem Tempo
Wer auf Šipan übernachtet hat: ein Fahrrad mieten und über Olivenhaine und an ragusanischen Villen vorbei nach Suđurađ radeln (das zweite Dorf der Insel, 6 km). Das Lebenstempo hier unterscheidet sich genuein vom Festland.
Drei-Inseln-Bootsausflug mit frischem Fischessen und Schwimmen in den Elaphiti-BuchtenNachmittags: Krilo-Katamaran nach Mljet
Der Krilo-Katamaran von Dubrovnik hält im Sommer auf dem Weg nach Mljet an Šipan — was den Insel-Hopping-Übergang unkompliziert macht. Den genauen Fahrplan auf der Krilo-Website vor der Unterkunftsbuchung prüfen. Die Fahrt von Šipan nach Mljet (Polače) dauert ca. 60 Minuten.
Am frühen Nachmittag in Polače an Mljets Nordwestküste ankommen. Polače liegt innerhalb der Nationalparkgrenze und hat direkten Zugang zu den Seen. Einchecken und einen Abendspaziergang rund um Malo Jezero unternehmen — der kleinere See, zu Fuß leicht vom Dorf erreichbar.
Tag 3: Mljet-Nationalpark
Ein voller Tag im Nationalpark
Das ist der Kern des Mljet-Erlebnisses. Der Nationalpark nimmt das westliche Drittel der Insel ein und enthält zwei Salzwasserseen (Malo und Veliko Jezero), ein Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert auf einer Insel inmitten von Veliko Jezero sowie dichten Kiefern- und Steineichenwald.
Parkeintritt am Eingang kaufen (ca. 15–20 €). In Polače ein Fahrrad mieten — die Fahrradinfrastruktur hier ist hervorragend, und die flache Seerundstrecke ist eine der besten Radtouren in Kroatien.
Mljet-Nationalpark-Tageserlebnis mit Radfahren, Schwimmen und Klosterinsel-BootMorgens: Die Malo-Jezero-Runde radeln (5 km, flach, unter Kiefernwald). Das Seewasser ist klar, warm und ruhiger als das offene Meer — das ist das beste Süßwasserähnliche Bad in Dalmatien.
Mittags: Das Boot zur Klosterinsel nehmen. Das Kloster St. Marija aus dem 12. Jahrhundert ist teils Ruine, teils zu einem Restaurant und Ausstellungsraum umgebaut. Die Insel im See ist einer der atmosphärischsten Orte Kroatiens.
Nachmittags: Am Nordufer von Veliko Jezero entlangradeln und am Soline-Kanal schwimmen, wo der See mit dem Meer verbunden ist. Die Strömung ist bei Gezeitenwechsel hier stark — vom Brücke aus flussaufwärts schwimmen.
Abends in Polače: Abendessen in einem der Hafenrestaurants. Gegrillter Wolfsbarsch und lokaler Weißwein; keine weitere Entscheidung nötig.
Tag 4: Mljet nach Korčula
Morgens: das östliche Ende von Mljet
Vor der Abreise ostwärts zur Hauptinselsstraße nach Saplunara radeln oder fahren — eine geschützte Sandbucht am äußersten Ostende Mljets, eine der besten Strände der Region und bei Weitem weniger besucht als der Nationalpark.
Mljet-Rad-und-Boot-Strandtag mit Zugang zu abgelegenen Buchten an der Südküste der InselNachmittags: Katamaran oder Fähre nach Korčula
Der Krilo-Katamaran hält an Mljet (Polače oder Sobra) auf dem Weg nach Korčula Town. Alternativ fahren Jadrolinija-Fußgängerfähren von Sobra nach Prigradica an Korčulas Nordküste. Aktuelle Fahrpläne im Voraus prüfen — Nachmittagsverbindungen sind in der Nebensaison begrenzt.
Korčula Town ist eine Offenbarung: eine kompakte mittelalterliche Halbinstadtstadt mit einer Kathedrale, venezianischen Palästen, einem Gassennetz und einigen der besten Restaurants Dalmatiens. Am späten Nachmittag ankommen und die Stadt vor dem Abendessen erkunden.
Das Marco-Polo-Argument (umstritten, aber von der Stadt enthusiastisch vertreten) fügt eine unterhaltsame Erzählebene hinzu. Die Stadtbefestigungen sind bescheidener als die Dubrovniks, aber die Intimität und der menschliche Maßstab fühlen sich noch lebendiger an.
Abends: Abendessen in einer der Weinbars oder Restaurants in den Gassen innerhalb der Stadtmauern. Pošip bestellen — man ist jetzt in dessen Heimatgebiet.
Tag 5: Korčula — Wein, Strände und Rückkehr
Morgens: Lumbarda und Grk-Wein
Mit dem Boot oder per Mietwagen nach Lumbarda fahren (6 km von Korčula Town) für Grk-Wein. Grk ist einer der ungewöhnlichsten Weißweine der Welt: nur in den sandigen Böden von Lumbarda angebaut, hat er praktisch keine Klonvariante und produziert einen Wein von charakteristischer Mineralik und Textur.
Korčula-Insel-Weinausflug mit Pošip- und Grk-Produzenten mit Verkostungen und lokalem EssenDie Strände bei Lumbarda (Bilin Žal, Przina) sind das beste Sandschwimmen auf der Insel. Den späten Vormittag hier verbringen.
Nachmittags: Rückkehr nach Dubrovnik
Den Krilo-Katamaran von Korčula Town zurück nach Dubrovnik nehmen (ca. 2 Stunden über Mljet). Alternativ über die Fähre und die Halbinsel Pelješac zurückkehren, wenn der Fahrplan passt.
Am frühen Abend in Dubrovnik ankommen. Steht die Abreise am nächsten Morgen an, bietet die Altstadt in der Abenddämmerung — inzwischen vertraut vom ersten Tag — ein befriedigendes Schlusskapitel.
Praktische Hinweise
Fährplanung: Die Jadrolinija-App herunterladen und Krilos Website vor der Routenfestlegung prüfen. Die Šipan–Mljet-Verbindung setzt voraus, dass der Krilo-Katamaran in Šipan hält — für die eigenen Reisedaten bestätigen.
Unterkunft: Überall im Voraus buchen. Šipan hat begrenzte Pensionen; Mljet begrenzte Hotels in Polače und Pomena; Korčula Town hat ein breiteres Angebot, füllt sich aber im Sommer ebenfalls.
Parkeintritt: Mljet-Nationalpark ca. 15–20 € (2026). Beinhaltet Zugang zum Seegebiet und das Klosterinsel-Boot — angemessener Preis für einen Ganztagesbesuch.
Gepäck: Keine Autos auf dieser Route. Ein 30–40-Liter-Rucksack ist die richtige Wahl. Trolley-Koffer sind auf Fährgangways und Inselpfaden unpraktisch.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Itinerar
Ist diese Insel-Hopping-Route in 5 Tagen möglich?
Ja — das obige Tempo gibt jedem Hauptziel einen vollen Tag mit sorgfältig verwalteten Reisetagen. Tag 1 deckt die Elaphiten ab, Tag 3 ist das Mljet-Kernerlebnis, und Tag 4–5 geben Korčula das Richtige. Es erfordert Planung, ist aber ohne Auto genuein machbar.
Welche Insel eignet sich am besten für eine Übernachtung?
Mljet für natürliche Schönheit (der Nationalpark); Korčula Town für Kultur und Gastronomie. Die Elaphitischen Inseln (besonders Šipan) sind am authentischsten und ruhigsten, haben aber die wenigsten Einrichtungen.
Muss ich den Krilo-Katamaran im Voraus buchen?
Ja, im Juli–August. Der Krilo hat begrenzte Plätze, und die Dubrovnik–Korčula-Route ist ausverkauft. Online unter krilo.hr mindestens 3–5 Tage im Voraus buchen.
Kann ich dieses Itinerar umgekehrt beginnen, ab Korčula?
Ja. Wer von Split oder Hvar reist, macht es gleichviel Sinn, in Korčula zu beginnen und südwärts zu den Elaphiten vor der Ankunft in Dubrovnik zu arbeiten. Der Korčula-Mljet-Pelješac-Loop deckt eine ähnliche Route ab Korčula ab.
Was tun, wenn nur 3 Tage für Inseln zur Verfügung stehen?
Mljet-Nationalpark und Korčula wählen — diese beiden bieten das vollständigste Erlebnis. Die Elaphitischen Inseln sind ausgezeichnet, eignen sich aber als Tagesausflug von Dubrovnik (kein Übernachten wert, es sei denn, man möchte speziell Ruhe).